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Allgemeine Geschäftsbedingungen

Version 1.0 · gültig ab 16. September 2026

1. Geltungsbereich

Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) regeln die Nutzung der Software-Plattform Workio (nachfolgend «Workio» oder «Plattform») durch Unternehmen (nachfolgend «Kunde»). Anbieterin ist die MRG Treuhand GmbH, Heidelbergstrasse 9, 8355 Aadorf (nachfolgend «Anbieterin»). Workio richtet sich ausschliesslich an Unternehmen und Selbständige. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn die Anbieterin ihnen schriftlich zugestimmt hat.

2. Leistungsbeschreibung

Workio ist eine webbasierte Software (Software as a Service) für Personalverleiher und Betriebe mit Einsatzpersonal. Sie umfasst je nach Abo insbesondere: Einsatzplanung, Zeiterfassung durch Mitarbeitende per Mobilgerät, Visierung von Rapporten durch den Einsatzbetrieb, Auswertungen und Exporte (CSV, PDF) für die Lohnabrechnung, KI-gestützte Verfügbarkeitsanfragen per Telefon und SMS sowie ein Bürozugang für Disponenten. Der genaue Leistungsumfang der einzelnen Abos ist auf workio.ch/preise beschrieben.

Workio ist keine Lohnsoftware. Die Plattform liefert visierte Stunden und Kategorien als Grundlage; die Lohnberechnung, die Einhaltung von Gesamtarbeitsverträgen, des Arbeitsgesetzes und der Sozialversicherungspflichten bleiben in der Verantwortung des Kunden. Workio erbringt keine Rechts-, Steuer- oder Treuhandberatung.

Die Anbieterin entwickelt die Plattform laufend weiter. Sie kann Funktionen ändern oder ersetzen, sofern der wesentliche Leistungsumfang erhalten bleibt. Entfällt eine wesentliche Funktion, informiert die Anbieterin mindestens 30 Tage im Voraus.

3. Vertragsschluss und Testphase

Der Vertrag kommt mit der Registrierung auf der Plattform und der Annahme dieser AGB zustande. Die Registrierung darf nur durch Personen erfolgen, die zur Vertretung des Kunden berechtigt sind.

Nach der Registrierung steht Workio während 14 Tagen kostenlos zur Verfügung («Testphase»). Wird bis zum Ende der Testphase kein Abo abgeschlossen, wird der Zugang gesperrt. Die Daten werden danach nach frühestens 90 Tagen gelöscht, sofern der Kunde nichts anderes verlangt.

4. Preise und Zahlung

Es gelten die auf workio.ch/preise publizierten Preise zum Zeitpunkt des Abo-Abschlusses, zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Das Abo wird im Voraus für die gewählte Abrechnungsperiode (Monat, Quartal oder Jahr) verrechnet. Die Zahlung erfolgt per Kreditkarte über den Zahlungsdienstleister Stripe oder, ab quartalsweiser Abrechnung, gegen Rechnung mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen netto.

Bei Zahlungsverzug mahnt die Anbieterin (bei Kartenzahlung über den Zahlungsdienstleister) und kann den Zugang frühestens 14 Tage nach Fälligkeit sperren. Die Sperre entbindet nicht von der Zahlungspflicht für die laufende Periode. Verbrauchsabhängige Leistungen (Workio Credits für Telefonie, SMS und KI-Auswertungen) werden gemäss Preisliste separat abgerechnet.

Preisänderungen kündigt die Anbieterin mindestens 30 Tage vor Beginn der nächsten Abrechnungsperiode per E-Mail an. Der Kunde kann in diesem Fall auf das Ende der laufenden Periode kündigen.

5. Laufzeit und Kündigung

Das Abo läuft für die gewählte Abrechnungsperiode und verlängert sich automatisch um dieselbe Periode, sofern es nicht rechtzeitig gekündigt wird. Monatsabos können jederzeit auf das Ende des laufenden Monats gekündigt werden; Quartals- und Jahresabos bis 30 Tage vor Ende der laufenden Periode. Die Kündigung erfolgt über das Kundenportal oder per E-Mail an info@workio.ch. Bereits bezahlte Gebühren werden nicht zurückerstattet.

Beide Parteien können den Vertrag aus wichtigem Grund fristlos kündigen, insbesondere bei schwerwiegender Verletzung dieser AGB, bei Zahlungsverzug trotz Mahnung oder bei missbräuchlicher Nutzung der Plattform.

6. Pflichten des Kunden

  • Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und sorgt dafür, dass nur berechtigte Personen Zugriff auf seine Umgebung haben. Für Bürokonten ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu aktivieren.
  • Der Kunde nutzt Workio ausschliesslich im Rahmen des geltenden Rechts. Er ist dafür verantwortlich, dass seine Mitarbeitenden und die Einsatzbetriebe über die Datenbearbeitung informiert sind, insbesondere über die Erfassung von Arbeitszeiten, Standortdaten bei der Visierung und elektronischen Unterschriften.
  • Der Kunde erfasst nur Daten, zu deren Bearbeitung er berechtigt ist, und holt erforderliche Einwilligungen selbst ein.
  • Der Kunde prüft Exporte vor der Weiterverwendung in der Lohnabrechnung auf Vollständigkeit und Richtigkeit.
  • Der Kunde unterlässt Handlungen, welche die Plattform oder andere Kunden beeinträchtigen (z.B. Angriffe, automatisierte Massenabfragen, Umgehung von Zugriffsbeschränkungen).

7. Verfügbarkeit und Support

Verfügbarkeit, Wartungsfenster, Supportzeiten und Reaktionszeiten sind im Service Level Agreement geregelt, das Bestandteil dieses Vertrags ist.

8. Datenschutz und Auftragsbearbeitung

Die Anbieterin bearbeitet Personendaten aus der Kundenumgebung ausschliesslich im Auftrag und nach Weisung des Kunden. Die Einzelheiten regelt der Auftragsbearbeitungsvertrag, der mit der Annahme dieser AGB abgeschlossen wird und Bestandteil dieses Vertrags ist. Für Daten der Plattform selbst (Registrierung, Abrechnung) gilt die Datenschutzerklärung.

9. Daten des Kunden

Alle in der Kundenumgebung erfassten Daten bleiben im Eigentum des Kunden. Der Kunde kann seine Daten jederzeit über die Exportfunktionen der Plattform beziehen. Nach Vertragsende stellt die Anbieterin dem Kunden auf Anfrage innert 30 Tagen ein vollständiges Exportpaket (Rapporte als PDF, Dossiers, CSV-Lohnexport, Datenbank-Rohdaten) auf verschlüsseltem Weg zur Verfügung. Der Kunde ist gehalten, seine Daten vor Vertragsende über die Exportfunktionen zu beziehen. Nach Ablauf dieser Frist werden die Daten innert 90 Tagen gelöscht, mit Ausnahme von Sicherungskopien, die nach den festen Fristen gemäss Ziffer 9 des Auftragsbearbeitungsvertrags gelöscht werden. Gesetzliche Aufbewahrungspflichten (z.B. zehn Jahre für Geschäftsunterlagen) erfüllt der Kunde mit den exportierten Daten selbst.

10. Geistiges Eigentum

Alle Rechte an der Plattform, ihrer Software, Gestaltung und Dokumentation verbleiben bei der Anbieterin. Der Kunde erhält ein nicht ausschliessliches, nicht übertragbares Nutzungsrecht für die Vertragsdauer. Rückschlüsse auf den Quellcode, die Weitergabe des Zugangs an Dritte und die Nutzung zum Aufbau eines Konkurrenzprodukts sind untersagt.

11. Gewährleistung

Die Anbieterin erbringt ihre Leistungen sorgfältig und nach dem Stand der Technik. Sie gewährleistet die im SLA definierte Verfügbarkeit. Eine vollständige Fehlerfreiheit von Software kann nicht zugesichert werden. Gemeldete Fehler werden nach Schweregrad gemäss SLA behoben. Weitergehende Gewährleistungen sind ausgeschlossen.

12. Haftung

Die Anbieterin haftet für Schäden nur bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit. Die Haftung für leichte Fahrlässigkeit, für indirekte Schäden, Folgeschäden, entgangenen Gewinn, Datenverlust, der durch fehlende Exporte des Kunden hätte vermieden werden können, sowie für Ansprüche Dritter ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Soweit die Anbieterin haftet, ist die Haftung, ausser bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, auf den Betrag der vom Kunden in den zwölf Monaten vor dem schädigenden Ereignis bezahlten Abo-Gebühren beschränkt. Die Anbieterin haftet nicht für Störungen bei Dritten, die nicht ihre Hilfspersonen sind (z.B. Internetzugang, Mobilfunknetz, Endgeräte des Kunden). Für Unterauftragnehmer nach Ziffer 6 des Auftragsbearbeitungsvertrags haftet sie wie für eigenes Handeln. Die Haftung für Personenschäden bleibt unberührt.

13. Änderungen dieser AGB

Die Anbieterin kann diese AGB anpassen. Änderungen werden dem Kunden mindestens 30 Tage vor Inkrafttreten per E-Mail an die hinterlegte Adresse mitgeteilt. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Inkrafttreten, gelten die geänderten AGB als angenommen. Bei Widerspruch kann jede Partei den Vertrag auf das Ende der laufenden Abrechnungsperiode kündigen.

14. Schlussbestimmungen

Es gilt Schweizer Recht unter Ausschluss des Übereinkommens der Vereinten Nationen über Verträge über den internationalen Warenkauf. Gerichtsstand ist der Sitz der Anbieterin. Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen gültig; die unwirksame Bestimmung wird durch eine wirksame ersetzt, die dem wirtschaftlichen Zweck am nächsten kommt. Mitteilungen per E-Mail erfüllen das Schriftformerfordernis.

MRG Treuhand GmbH · Heidelbergstrasse 9 · 8355 Aadorf · UID CHE-359.701.785 · Version 1.0 vom 16. September 2026 · Impressum

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